Fell­pfle­ge beim Cocker­spa­ni­el

Fell­pfle­ge beim Cocker­spa­ni­el

Der Cocker­spa­ni­el gehört zu den Hun­den, die wenig haa­ren. Aller­dings kommt es auf die rich­ti­ge Fell­pfle­ge an. Die Fell­struk­tur des Cocker­spa­ni­els ist sehr unter­schied­lich beschaf­fen, alle Berei­che des Kör­pers benö­ti­gen des­halb eine gründ­li­che und teils indi­vi­du­el­le Fell­pfle­ge. Die ver­schie­de­nen Berei­che wer­den teils gekürzt und teils getrimmt.

Zum The­ma Trim­men, Schnei­den und Sche­ren wer­den wir aller­dings erst in unserm nächs­ten Blog­bei­trag kom­men. Zunächst set­zen wir den Fokus auf die regel­mä­ßi­ge Fell­pfle­ge, die jeder ohne gro­ßes Zube­hör von zu Hau­se aus durch­füh­ren kann.

Die Fell­pfle­ge ist in der Regel nicht sehr auf­wen­dig, wenn man ein paar Din­ge beach­tet.

  1. Die rich­ti­gen Bürs­ten
    Die rich­ti­ge Bürs­te ist das A und O der Fell­pfle­ge.
    Vie­le Draht­bürs­ten sind für Hun­de extrem unan­ge­nehm, da sie pie­ken oder auf der Haut krat­zen. Aus die­sem Grun­de ver­wei­gern sehr vie­le Hun­de das Bürs­ten.
    Daher nut­zen wir seit dem Ein­zug von Paul die Bürs­ten der Fir­ma Moser. Die Bürs­ten sind nicht wesent­lich teu­rer als ande­re Bürs­ten, haben aber eine deut­lich bes­se­re Qua­li­tät. Beim Selbst­ver­such auf eurer Haut wer­det ihr fest­stel­len, dass es selbst bei star­kem Druck nicht unan­ge­nehm wird. Bis­her habe ich noch kei­ne ver­gleich­ba­ren Bürs­ten gefun­den.
  2. Inten­siv Bürs­ten
    Bei der Pfle­ge und Bera­tung ande­rer Hun­de­hal­ter fal­len mir häu­fig ver­filz­te Stel­le im Fell auf. Das größ­te Pro­blem, das am Ende zu Ver­fil­zun­gen führt ist, dass sich vie­le Hun­de­hal­ter nicht trau­en, fest genug zu bürs­ten. Wie schon unter Punkt 1 beschrie­ben, kann man sei­nen Hund mit den rich­ti­gen Bürs­ten nicht ver­letz­ten. Daher ist es not­wen­dig, bis auf die Haut zu bürs­ten, um auch Ver­kno­tun­gen direkt am Haar­an­satz zu lösen.
  3. Regel­mä­ßig Bürs­ten
    Der Cocker­spa­ni­el hat je nach Zucht­li­nie eine unter­schied­li­che Fell­struk­tur. Die mehr­far­bi­gen Spa­ni­el haben in der Regel deut­lich weni­ger Fell, so auch die Cocker­spa­ni­el aus der Jagd­gli­chen Zucht­li­nie.
    Paul stammt aus der Show­li­nie, was zur Fol­ge hat, dass er deut­lich mehr Fell hat.
    Je nach Fell­struk­tur ist es aus­rei­chend, 2 bis 4 mal die Woche gründ­lich zu bürs­ten.
  4. Beginnt früh genug mit dem Bürs­ten
    Damit Eure Hun­de es als völ­lig nor­mal emp­fin­den, gebürs­tet zu wer­den, beginnt am bes­ten so früh wie mög­lich damit. Wenn das Fell eures Hun­des erst ver­filzt und ver­kno­tet ist, ver­knüpft er direkt eine Tor­tur mit dem Bürs­ten.  Daher emp­fiehlt es sich, zu den nor­ma­len Strei­chel­ein­hei­ten des Wel­pen ein­fach eine Bürs­te hin­zu­zu­neh­men. Wenn der Hund dies erst­mal kennt, kann man dar­aus ger­ne ein fes­tes Ritu­al machen, bei dem man auch vom Hund ver­lan­gen kann, dass er lie­gen oder sit­zen bleibt. Auch hier­bei gilt immer: je ent­spann­ter der Besit­zer, des­to ent­spann­ter der Hund.

Bürs­ten und Ablauf der Pfle­ge

Die Bürs­ten

Zupf­bürs­te – Moser
Ein abso­lu­tes Muss für den Cocker­spa­ni­el ist die Moser Zupf­büs­te. Ohne die geht wirk­lich gar nichts. Bei Zoop­lus erhal­tet ihr sie schon für 7,99€.

Kamm – Moser
Der Kamm soll­te gut in der Hand lie­gen und nicht zu spitz sein. Auch hier hat mich über die Jah­re der Kamm von Moser über­zeugt. Klei­ner Tipp: durch den Kamm ein Gum­mi wickeln, damit kann man auch das Wel­pen­fell beson­ders gut her­aus­käm­men. Durch das Gum­mi löst sich schon mal ein klei­ner Teil der toten Unter­wol­le.

Coat-King-Mars 19 Klin­gen
Beson­ders wich­tig für das Trim­men des Rückens und sehr ein­fach zu ver­wen­den. Die­sen erhal­tet ihr zum Bei­spiel bei Hund-und-Freizeit.de für 20,90€,

Bürs­te-Kamm-Coat­King

 

1. Den kom­plet­ten Kör­per des Hun­des gründ­lich mit der Moser Zupf­bürs­te bürs­ten, hier­bei auch das Fell unter den Ach­seln und am Ohr nicht ver­ges­sen.

2. Den Vor­gang mit dem Moser-Kamm mit ein­ge­wi­ckel­tem Gum­mi wie­der­ho­len. Den Kamm am bes­ten im 40-Grad-Win­kel ansetz­ten und bis auf die Haut bürs­ten. Hier wer­det ihr schnell bemer­ken, wie gründ­lich ihr Schritt 1 durch­ge­führt habt.

 

3. Der Coat­King ist ein eben­so wich­ti­ger Teil der Fell­pfle­ge wie die Bürs­ten und wird beson­ders am Rücken, Becken, Bein und Hals ver­wen­det. Der Rücken des Cocker­spa­ni­els wird näm­lich nicht gescho­ren, son­dern nur getrimmt. Der Coat­King geht in die Tie­fe des Fel­les und beschä­digt nicht das glän­zen­de Deck­haar. Einen Fur­mi­na­tor soll­te man beim Cocker­spa­ni­el auf kei­nen Fall ver­wen­den, da er das Deck­haar kürzt und nicht tief genug zur toten Unter­wol­le her­vor­dringt.

Mit dem Coat­King wird das tote Fell her­aus­ge­holt, dadurch kann die Haut auch wie­der atmen. Auch hier ist es beson­ders wich­tig, fest genug und im rich­ti­gen Win­kel zu bürs­ten. Der Win­kel soll­te ca. 30 Grad zum Kör­per des Hun­des betra­gen. Es ent­steht ein leicht rau­es Streich­ge­räusch. Hier wer­det ihr direkt eine Ver­bes­se­rung der Fell­struk­tur fest­stel­len. Beson­ders wich­tig ist aber, dass ihr den Coat­King nicht bei einem frisch geba­de­ten Hund anwen­det, da das Fell nach dem Baden zu weich ist. Es ist völ­lig aus­rei­chend, den Coat­King 1 Mal die Woche oder auch alle 2 Wochen zu ver­wen­den.

Wenn Ihr wei­te­re Fra­gen zur Fell­pfle­ge des Cocker­spa­ni­els habt, dürft ihr uns ger­ne kon­tak­tie­ren.

Wir wer­den auch noch einen wei­te­ren Blog­bei­trag zum The­ma Trim­men, Schnei­den und Sche­ren erstel­len.

Lie­be Grü­ße Taa­ri & Paul

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